Gegen die Überzeugung argumentieren
Diplomatenkolleg und Internationaler Diplomatenlehrgang debattieren gemeinsam
Sollte die internationale Gemeinschaft Iran als gleichwertigen Partner einbinden oder durch Sanktionen ausgrenzen? Ist ein weltweiter Ausstieg aus der Atomenergie wünschenswert? Muss die Politik eine gesetzliche Frauenquote einführen? Diese Fragen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 7. Diplomatenkollegs und des 35. Internationalen Diplomatenlehrgangs für deutschsprachige Diplomaten am 29. März 2012 im Rahmen einer Oxford-Debatte.
Die Oxford-Debatte ist eine Diskussion mit festen Regeln. Ziel ist es, durch geschicktes Argumentieren das Publikum zu überzeugen und Gegenargumente zu entkräften. Die jungen Diplomatinnen und Diplomaten kamen während der Übung in die Situation, Meinungen zu vertreten, die nicht die eigenen waren. So konnten sie nicht nur Argumentationsstrategien ausprobieren, sondern auch üben, sich in andere Positionen hineinzuversetzen. „Es war eine spannende Erfahrung“, so eine Kollegiatin, „gegen die Überzeugung zu argumentieren“.
Die Oxford-Debatte wurde organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Neben den Kollegiatinnen und Kollegiaten des 7. Diplomatenkollegs nahmen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 35. Internationalen Diplomatenlehrgangs an der Veranstaltung teil. Die Diplomatinnen und Diplomaten hatten so die Möglichkeit, sich während und nach der Debatte kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.
Das Diplomatenkolleg ist ein Weiterbildungsangebot des Auswärtigen Amts und der Robert Bosch Stiftung, welches sich an junge, in Deutschland akkreditierte Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa, dem Südkaukasus, Zentralasien und China richtet. Das Diplomatenkolleg wird mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) durchgeführt.
Der Internationale Diplomatenlehrgang wurde vor zwanzig Jahren von BM a.D. Genscher für fließend deutschsprachige junge Diplomatinnen und Diplomaten eingerichtet. Mit ihm ist ein Netzwerk von
Deutschlandexperten von etwa 750 Berufskollegen in Außenministerien weltweit entstanden.
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- Zuletzt aktualisiert: Montag, 21. Januar 2013 14:19 Uhr
